Der<a href="/artikel/auf-augenhoehe-mit-dem-fischotter" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Fischotter ist perfekt an das Leben</a> im und am Wasser angepasst. Sein kräftiger, stromlinienförmiger Körper, die Schwimmhäute an den Pfoten und der muskulöse Schwanz machen ihn zu einem schnellen und wendigen Jäger. Augen, Ohren und Nase liegen beim Schwimmen auf einer Linie, knapp über der Wasseroberfläche, während seine empfindlichen Tasthaare selbst im trüben Wasser kleinste Bewegungen der Beute wahrnehmen. Besonders bemerkenswert ist sein Fell. Mit bis zu 80'000 Haaren pro Quadratzentimeter besitzt der Fischotter das dichteste Fell aller heimischen Wildtiere. Zwischen den Haaren wird Luft eingeschlossen, die wie eine natürliche Isolationsschicht wirkt. So bleibt seine Haut selbst bei langen Tauchgängen trocken und warm. Während des Tauchens verschliessen sich zudem Ohren und Nasenlöcher, sodass kein Wasser eindringen kann. Obwohl der Fischotter unter Wasser nicht atmen kann, bleibt er mehrere Minuten unter der Oberfläche. Die meisten der folgenden Tiere lassen sich gut beim Unterwassereinblick in der Fischotteranlage des Wildnisparks beobachten: Der Edelkrebs – Ritter mit Scheren Mit seinen kräftigen Scheren wirkt der Edelkrebs wie ein kleiner Ritter unter Wasser. Er lebt bevorzugt in sauberen, sauerstoffreichen Bächen und Flüssen und versteckt sich tagsüber unter Steinen oder Wurzeln. Nachts geht er auf Nahrungssuche. Für den Fischotter ist der Edelkrebs eine willkommene Delikatesse – mit seinen kräftigen Zähnen knackt er selbst den harten Panzer mühelos. Wer Glück hat, erspäht im Aquarium des Wildnisparks den Süsswasserbewohner. Tipp: Etwas Geduld und Musse lohnen sich bei jeder Tierbeobachtung! Der Strudelwurm – das Tier, das nachwächst Der unscheinbare Strudelwurm gehört zu den erstaunlichsten Lebewesen eines Fliessgewässers. Wird sein Körper verletzt oder sogar geteilt, kann er fehlende Körperteile vollständig regenerieren. Weil Strudelwürmer nur in sauberen Gewässern vorkommen, gelten sie als wichtige Zeigerarten für eine gute Wasserqualität. «Kinder erblicken diese Tierchen oft als Erste, während Erwachsene eher nach dem Fischotter Ausschau halten», erklärt Bettina Gutbrodt, Leiterin Bildung im Wildnispark Zürich. Flohkrebse – die Müllabfuhr des Bachs Obwohl sie nur wenige Millimeter gross sind, übernehmen Flohkrebse eine wichtige Aufgabe. Sie fressen abgestorbene Blätter und andere organische Reste und sorgen so dafür, dass Nährstoffe wieder in den natürlichen Kreislauf gelangen. Gleichzeitig dienen sie Forellen und anderen Flussbewohnern als wichtige Nahrungsquelle. Durch die Glasscheibe lassen sich diese „Mini-Krebse» gut beobachten, wie sie sich mit ihren Beinchen «sprungartig» fortbewegen oder bei der Paarung gar tagelang huckepack herumschwimmen. Die Köcherfliegenlarve – Baumeister unter Wasser Die Larve der Köcherfliege baut sich aus Sandkörnern, kleinen Steinchen oder Pflanzenresten einen schützenden Köcher. Diesen trägt sie ständig mit sich herum und wächst einfach mit ihm mit. Je nach Art entstehen dabei erstaunlich kunstvolle Bauwerke. Es kann vorkommen, dass sich mehrere Exemplare dieser Spezies auf dem sandigen Untergrund «kreuzen» oder sich gegenseitig aufressen wollen. Der Alet – ein häufiger Bewohner der Sihl Der Alet gehört zu den häufigsten Fischarten der Sihl. Er ist wenig wählerisch und ernährt sich von Insekten, Würmern, Kleinkrebsen und gelegentlich sogar von Früchten oder kleinen Fischen. Für den Fischotter ist er eine wichtige Beute und damit ein unverzichtbarer Bestandteil des natürlichen Nahrungsnetzes. Spätestens beim Betrachten der Fische im Aquarium kommt man vom Staunen nicht mehr heraus. Laut Fischer-Verein Thalwil gibt es in der Sihl noch weitere Fischarten wie Bachforelle, Barbe, Hasel, Elritze, Gründling, Schneider, Schmerle (Bartgrundel) oder das Bachneunauge. Beobachtungsmöglichkeit in der Fischotteranlage <span style="color: rgb(36, 36, 36); background-color: transparent;">Die </span><u style="color: rgb(36, 36, 36); background-color: transparent;"><a href="https://www.wildnispark.ch/?id=59&offer=2419" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Fischotteranlagen</a></u><span style="color: rgb(36, 36, 36); background-color: transparent;"> befinden sich beim Besucherzentrum Sihlwald (nahe bei der Bahnstation Sihlwald) und sind ganzjährig rund um die Uhr geöffnet. Das Besucherzentrum ist offen: freitags, samstags, sonntags und an Feiertagen, von 13 bis 17 Uhr.</span>