Wer vom Albis aus maximale Fernsicht geniessen will, steigt am besten auf den Hochwachtturm, rund anderthalb Kilometer südlich des Albispass. Die Aussichtsplattform befindet sich 30 Meter über dem Boden, überragt alle Bäume des Sihlwalds und bietet an schönen Tagen einen beeindruckenden Blick auf die Alpenkette. Der Turm wurde nicht etwa von der Gemeinde Langnau errichtet, auf deren Gebiet er steht, und auch nicht vom Wildnispark Langenberg, dem das Land gehört. Bauherrin war vielmehr der Verein «Pro Sihltal», der «in der Region die landschaftlichen Schönheiten bewahren, die Wohnlichkeit verbessern sowie die lokale Kultur fördern will». Er schloss 1978 einen Baurechtsvertrag ab und baute den Turm aus Holz. Rechtzeitig vor dem Auslaufen des Pachtvertrags 2028 macht sich der Verein nun konkrete Gedanken über die Zukunft des Hochwachtturms, wie die Zeitung P.S. schreibt. Finanziert durch Spenden und Fördergelder «Pro Sihltal» möchte den Baurechtsvertrag verlängern und einen neuen Turm bauen, weil laut Vereinspräsidentin Astrid Romer, eine Sanierung unverhältnismässig teuer wäre. Gemäss einer ersten Kostenschätzung kostet das Projekt 1,1 Millionen Franken, eine Summe, die die Möglichkeiten der Stiftung weit übersteigt. Geplant ist deshalb, das Geld durch Spenden und Beiträge der öffentlichen Hand aufzubringen. Zeitplan noch ungewiss Zunächst einmal muss die Generalversammlung von «Pro Sihltal» Mitte April das weitere Vorgehen absegnen. Danach sollen in einem ersten Schritt Studierende des Departements Architektur der Fachhochschule Biel einen Projektwettbewerb durchführen. Anschliessend müssen das Budget erstellt, die Bewilligungen eingeholt und das Geld gesammelt werden. Laut Vereinspräsidentin Romer lässt sich noch nicht absehen, wie lange diese Arbeiten dauern werden und wann man von einem neuen Holzturm aus, das Alpenpanorama geniessen kann.